Pressemitteilung: Prozess der Antifaschistin Andrea im Amtsgericht Berlin Tiergarten vom 23.10.2008

+++ Berlin, 23. Oktober 2008 –
Pressemitteilung: Prozess der Antifaschistin Andrea im Amtsgericht Berlin Tiergarten vom 23.10.2008 +++

Ausschluss der Öffentlichkeit vom Prozess – Freispruch für die Antifaschistin Andrea im Amtsgericht Moabit. Massive Proteste im Gerichtssaal von Zuschauer_innen. Richter lässt von Berliner Polizei den Zuschauersaal räumen. 5 Ingewahrsamnahmen.

Heute am 23.10.2008 fand um 10.30 ein Prozess unter besonderen Sicherheitsmassnahmen im Strafgericht Moabit Saal B129 gegen die Antifaschistin Andrea statt.
Andrea ist zur Zeit inhaftiert in der Strafvollzugsanstalt für Frauen in Berlin-Pankow. Die Haftstrafen von 14 Monaten setzt sich zusammen aus Vorwürfen die im Zusammenhang mit ihrem antifaschistischen und antirassistischen Engagement stehen.
Andrea stand heute erneut vor Gericht, da ihr die politische Abteilung der Berliner Staatsanwaltschaft Verstösse gegen das Versammlungsgesetz aufgrund der angeblichen Teilnahme an einer Gegenkundgebung zur Nazidemonstration am 01.12.2007 vorwarf.
Als Zeugen traten zwei Polizisten (LKA-PMS) anonymisiert durch Codiernummern auf. Da die Aussagen der Belastungszeugen weder eine Teilnahme noch die Absicht einer Teilnahme der Angeklagten nachgewiesen werden konnte, lautete das Urteil Freispruch.
Dieses wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit verkündet, da der Richter nach massiven Protesten die Anordnung zur Räumung unter Anwendung von unmittelbaren Zwang verfügte. Die Berliner Polizeihundertschaft 23 ging brutal gegen die Zuschauer_innen vor. 5 Personen wurden vorläufig in Gewahrsam genommen und eine Person verletzt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; bleibt abzuwarten ob die politische 81-er Staatsanwaltschaft bleibt in Berufung gehen wird.

Unterstützer_innengruppe Andrea

Kontakt:freiheitfuerandrea@riseup.net

Berlin, 23. Oktober 2008