Am gestrigen 8. Mai wurde die in Berlin inhaftierte Antifaschistin Andrea 40 Jahre alt. Aus diesem Grund und außerdem aufgrund des 63. Jahrestages des Tages der Befreiung fand eine Kundgebung vor der JVA Pankow im Norden Berlins statt.
Bei Sonnenschein und mit bester Laune kamen über 150 Menschen, um die Existenz der grauen Mauern wenigstens für ein paar wenige Stunden zu überwinden und um solidarische Grüße an alle Gefangenen zu richten. Es wurden Redebeiträge u.a. zu Andreas Situation, zur Geschichte des Knastes in dem sie inhaftiert ist und zur grundsätzlichen Kritik des Wegsperrens gehalten. Als musikalische Unterhaltung traten die Breakbeatpunker von Guts Pie Earshot und der HipHoper Refpolk und DJ KaiKani auf und heizten allen kräftig ein.
Ein Transparent mit der Aufschrift „Freiheit für alle Gefangenen“, welches an Luftballons in die Höhe gezogen werden sollte, erwies sich als zu schwer, weshalb nur der Schriftzug „Freiheit“ in die Lüfte aufstieg. Ein übermotivierter Polizist versuchte die aufsteigenden Ballons durch einen eleganten Sprung in die Höhe wieder auf den Boden zu holen, was ihm aber unter dem Gelächter der KundgebungsteilnehmerInnen nicht gelang.
Begleitet wurde die Kundgebung von einem massiven Bullenaufgebot, welches auch Vorkontrollen durchführte und dabei veranlasste, dass eine Person mit Stahlkappenschuhe nicht teilnehmen durfte und eine weitere Person ohne Angabe von Gründen in eine der Bullentransporter geführt wurde. Daraufhin bildete sich eine Traube von KundgebungsteilnehmerInnen um das Fahrzeug herum und forderte die sofortige Freilassung der gefangen gehaltenen Person. Die eingesetzten Staatsdiener reagierten in der Form, dass sie mit der Wanne wegfuhren – daraufhin wurde ein Anwalt informiert, welcher sich der Sache annahm. Die Kundgebung fand damit ein etwas abruptes Ende, da nach dieser Aktion die Stimmung kaputt war.
Viele fuhren im Anschluss in den Südosten von Berlin, in den Bezirk Neukölln zu einer gleichzeitig stattfindenden antifaschistischen Kundgebung gegen eine Neonaziveranstaltung zum 8. Mai.
Aufgrund der Zeitverschiebung gab es bereits mehrere Stunden früher eine Kundgebung vor der deutschen Botschaft in Wellington in Neuseeland, bei der Transparente gezeigt wurden sowie ein Geburtstagsständchen gesungen wurde. Weitere Infos dazu: link




Warum sitzt die Andrea ein – Mord oder Totschlag oder nur weil sie gegen den Faschismus ist ???
Wäre sehr erfreut auf entsprechende Info.
Gruss Hans.
Wer will darf gerne meine Australienwebsite besuchen.
warum andrea im knast sitzt steht in im allerersten text im blog. aber eigentlich sollte es nicht darum gehen warum (haftgründe etc.) menschen in knäste und lager gesperrt werden, sondern warum es knäste und andere zwangsanstalten gibt.
freiheit für alle!